Eine Landingpage kann noch so viele Besucher:innen anziehen, wenn daraus keine Conversions entstehen, bleibt ein großer Teil des Potenzials ungenutzt. Nutzer:innen besuchen deine Seite, sehen sich dein Angebot an, führen aber nicht die gewünschte Aktion aus.
Die Conversion-Rate (CVR) ist deshalb ein wichtiger Maßstab dafür, wie effektiv deine Landingpage Besucher:innen zu Kund:innen oder Leads macht. Social Media, Suchmaschinenoptimierung (SEO) und bezahlte Anzeigen sorgen dafür, dass Nutzer:innen auf deine Seite gelangen. Die Conversion-Rate zeigt dir jedoch, wie gut deine Landingpage dieses Potenzial tatsächlich ausschöpft.
Was ist die Landingpage Conversion-Rate?
Die Conversion-Rate (CVR) einer Landingpage ist der Prozentsatz der Nutzer:innen, die eine bestimmte Landingpage besuchen und eine gewünschte Aktion ausführen – beispielsweise einen Kauf tätigen oder sich für einen Newsletter anmelden.
Was ist eine gute Conversion-Rate für Landingpages?
Mehrere Faktoren beeinflussen die CVR einer Landingpage. Einer davon ist der Preis. Produkte im niedrigeren Preissegment erzielen beispielsweise höhere Conversion-Rates, während Produkte im höheren Preissegment niedrigere Conversion-Rates haben. Auch die Branche wirkt sich auf die CVR aus. Die durchschnittliche Conversion-Rate von Landingpages im E-Commerce liegt beispielsweise bei 4,2 %, während sie in der Event- und Unterhaltungsbranche durchschnittlich 12,6 % erreichen.
Dennoch gibt es einige allgemeine Richtwerte dafür, was bei E-Commerce-Landingpages als gute durchschnittliche Conversion-Rate gilt:
- Produkte im niedrigen Preissegment (bis 130 €): 3–5 %
- Produkte im mittleren Preissegment (130 bis 850 €): 2–3 %
- Produkte im hohen Preissegment (ab ca. 850 €): 1 %
CVR und Absprungrate (der Prozentsatz der Besucher:innen, die die Seite verlassen, ohne mit ihr zu interagieren) hängen ebenfalls zusammen. Generell führt eine höhere Absprungrate zu weniger Conversions und damit zu einer niedrigeren Conversion-Rate, da weniger Besucher:innen lange genug auf der Seite bleiben und mit ihr interagieren, um eine Aktion auszuführen.
Zu den Faktoren, die die Absprungrate beeinflussen, gehören:
Qualität des Traffics. Warmer Traffic, beispielsweise aus Retargeting-Anzeigen oder E-Mails, ist stärker engagiert als kalter Traffic. Von diesen Zielgruppen solltest du eine bessere Conversion-Rate erwarten als von Besucher:innen, die über eine Anzeige mit kaltem Targeting auf deine Seite gelangen.
Relevanz der Inhalte. Wenn Besucher:innen auf einer Seite landen, die nicht ihren Erwartungen entspricht, verlassen sie die Seite möglicherweise, ohne eine Aktion auszuführen. Klickt eine Person beispielsweise auf eine Anzeige für Damenschuhe und landet auf einer Seite für Kinderschuhe, ist die Wahrscheinlichkeit eines Absprungs höher.
User Experience. Nervige Pop-ups oder eine langsame Ladezeit können dazu führen, dass Besucher:innen die Seite schnell wieder verlassen.
So berechnest und erfasst du die Conversion-Rate deiner Landingpage
Die Formel zur Berechnung der Conversion-Rate einer Landingpage lautet:
Conversion-Rate = (# Conversions / # Besucher:innen) × 100
Wenn beispielsweise 100.000 Personen deine Landingpage besuchen und 2.000 davon einen Kauf tätigen:
(2.000 / 100.000) × 100 = 2 % CVR
Um deine Landingpage-Conversion-Rate in GA4 zu erfassen, richtest du zunächst deine Conversion-Events ein. Gehe anschließend zu Berichte > Interaktionen > Seiten und Bildschirme. Suche deine Landingpage in der Liste.
Um die Conversion-Rate deiner Landingpage zu berechnen, teilst du die Anzahl der Conversions durch die Anzahl der Sitzungen auf der Landingpage und multiplizierst das Ergebnis mit 100. Alternativ kannst du in GA4 unter „Erkunden“ eine benutzerdefinierte Analyse erstellen, um die Conversion-Rate deiner Landingpage zu ermitteln.
Um deine CVR in Shopify zu sehen, gehe zu Analytics > Berichte. Klicke unter „Umsatz“ auf Conversion-Rate des Onlineshops. Standardmäßig siehst du hier die CVR deines gesamten Shops. Wenn du eine bestimmte Landingpage überprüfen möchtest, filtere die Analytics-Daten nach der URL der Seite.
So verbesserst du die Conversion-Rate deiner Landingpage
- Entwickle ein starkes Wertversprechen
- Optimiere deine Landingpage für Mobilgeräte
- Führe A/B-Tests durch
- Vereinfache den Checkout-Prozess
- Verbessere die Ladegeschwindigkeit
Entwickle ein starkes Wertversprechen
Ein Wertversprechen beantwortet die folgenden Fragen:
- Was bietest du an?
- Welchen konkreten Mehrwert bietet dein Produkt?
- Warum sollten sich Kund:innen für dein Produkt und nicht für ein Konkurrenzangebot entscheiden?
Deine Landingpage sollte das Wertversprechen klar vermitteln. Handelt es sich um eine Produktseite, solltest du dich auf die Vorteile des Kaufs konzentrieren und Ergebnisse stärker hervorheben als Funktionen. Möchtest du Besucher:innen dazu bringen, sich für einen Newsletter anzumelden, solltest du den konkreten Mehrwert deiner E-Mails hervorheben.
Ein funktionsorientiertes Wertversprechen wäre beispielsweise: „Kabelloser Staubsauger mit 60 Minuten Akkulaufzeit und HEPA-Filter.“ Ein ergebnisorientiertes Wertversprechen wäre dagegen: „Gesunde Smoothies jederzeit und überall – ganz ohne Chaos in der Küche.“ Das zweite Beispiel hebt den konkreten Nutzen im Alltag hervor und macht deutlich, warum er für Kund:innen relevant sein sollte.
Optimiere deine Landingpage für Mobilgeräte
Nutzer:innen verlassen eine Website fünfmal häufiger, wenn sie nicht für Mobilgeräte optimiert ist. Das kann deine CVR erheblich beeinträchtigen. Bei der Optimierung deiner Landingpages für Mobilgeräte solltest du Folgendes beachten:
Ist die Navigation intuitiv? Halte Formulare übersichtlich, verwende große Eingabefelder und integriere Funktionen wie Zoomen, Wischen und Tippen für die Interaktion. Nutze mobile Navigationselemente wie Hamburger-Menüs und ein responsives Design, das sich automatisch an die Bildschirmgröße der Nutzer:innen anpasst.
Ist die gewünschte Aktion schnell und unkompliziert möglich? Reduziere Reibungspunkte, wo immer es möglich ist. Damit sind alle Elemente gemeint, die potenzielle Kund:innen ausbremsen oder sie dazu bringen, ihre Kaufentscheidung noch einmal zu überdenken. Wenn Kund:innen beispielsweise vor dem Kauf ein Konto erstellen müssen, kann das den Prozess unnötig verlängern. Biete stattdessen eine Gastbestellung an. Noch besser: Integriere Shop Pay in deinen Checkout-Prozess. Nachweislich kann dies die Conversion-Rate um bis zu 50 % steigern.
Führe A/B-Tests durch
Im Marketing kann ein gutes Bauchgefühl hilfreich sein. Verlässliche Entscheidungen triffst du jedoch auf Basis von Daten. Mit A/B-Tests kannst du deine Ideen systematisch überprüfen und herausfinden, was bei deiner Zielgruppe tatsächlich funktioniert. Da sich die Vorlieben von Nutzer:innen je nach Branche und Zielgruppe unterscheiden, lohnt es sich, regelmäßig verschiedene Varianten zu testen und deine Hypothesen anhand des tatsächlichen Nutzerverhaltens zu überprüfen.
Sind deine Kund:innen beispielsweise besonders preisbewusst? Oder legen sie großen Wert auf Produktqualität? Teste unterschiedliche Botschaften, die diese Prioritäten ansprechen, und finde heraus, welche Variante die höhere Conversion-Rate erzielt.
Definiere zunächst dein Testziel – beispielsweise mehr Klicks auf „In den Warenkorb“. Wähle anschließend ein Element aus, das du testen möchtest, etwa den Text deines Call-to-Action-Buttons (CTA). Erstelle zwei Versionen: eine Kontrollversion (A) und eine Variante (B). Führe den Test ausreichend lange durch, um genügend Daten für eine aussagekräftige Auswertung zu sammeln. Vergleiche anschließend die Conversion-Rates beider Varianten und ermittle, welche besser abschneidet. Teste nach und nach weitere Elemente, um die Performance deiner Landingpage kontinuierlich zu verbessern.
Weitere Elemente, die du testen kannst:
- Lifestyle-Produktbilder vs. Studioaufnahmen. Lifestyle-Bilder können dabei helfen, eine emotionale Verbindung zu deiner Zielgruppe herzustellen, während Studioaufnahmen Produktdetails besonders gut vermitteln. Teste beide Varianten und finde heraus, welche für deine Marke besser funktioniert.
- Position, Farbe und Größe von Buttons. CTAs, die sich „above the fold“ befinden, erzielen in der Regel bessere Ergebnisse. Du kannst außerdem testen, ob sich wiederholte CTAs über die gesamte Seite hinweg positiv auswirken. Buttons mit kontrastierenden Farben funktionieren besser als Buttons ohne ausreichenden Kontrast. Für mobile Nutzer:innen sollten Buttons mindestens 44 × 44 Pixel groß sein. Teste verschiedene Button-Stile und halte dich dabei weiterhin an deine Markenrichtlinien.
- Text des Wertversprechens. Dein Landingpage-Text sollte ein klares Wertversprechen vermitteln. Teste verschiedene ergebnisorientierte Überschriften, um herauszufinden, welche bei der Mehrheit deiner Zielgruppe am besten ankommen.
Vereinfache den Checkout-Prozess
Wenn Kund:innen den Checkout erreichen, haben sie bereits eine klare Kaufabsicht. Ein komplizierter Ablauf, unerwartete Kosten oder fehlende Zahlungsoptionen können jedoch dazu führen, dass sie den Kauf trotzdem abbrechen. Gestalte den Checkout deshalb so einfach, schnell und vertrauenswürdig wie möglich.
Dabei helfen dir folgende Maßnahmen:
- Halte den Checkout kurz: Verwende möglichst einen einseitigen Checkout und beschränke die Formularfelder auf die Angaben, die für den Kauf tatsächlich erforderlich sind.
- Biete eine Gastbestellung an: Zwinge Kund:innen nicht dazu, vor dem Kauf ein Kundenkonto anzulegen.
- Biete mehrere Zahlungsoptionen an: Dazu gehören beispielsweise Google Pay und Apple Pay für mobile Nutzer:innen sowie Optionen für „Jetzt kaufen, später bezahlen“.
- Ermögliche einen beschleunigten Checkout: Bezahldienste wie Shop Pay können den Kaufprozess vereinfachen und beschleunigen.
- Schaffe Vertrauen: Verwende Vertrauenssignale wie Sicherheitssiegel, SSL-Verschlüsselung und Garantien.
- Kommuniziere alle Kosten transparent: Zeige Steuern, Versandkosten und mögliche Zusatzkosten frühzeitig und deutlich an.
- Ermögliche Änderungen am Warenkorb: Kund:innen sollten Produkte oder Mengen möglichst direkt im Checkout ändern können, ohne den Kaufprozess verlassen zu müssen.
Verbessere die Ladegeschwindigkeit deiner Landingpage
Wie lange würdest du auf das Laden einer Webseite warten? Dauert es zu lange, springen viele Nutzer:innen ab, bevor sie die Seite überhaupt sehen oder mit ihr interagieren können.
Eine schnelle Ladezeit sorgt für eine bessere Nutzererfahrung und kann dazu beitragen, Absprünge zu reduzieren. Grundsätzlich gilt: Je schneller deine Landingpage lädt, desto besser. Besonders auf Mobilgeräten kann eine langsame Seite die Conversion-Rate beeinträchtigen.
Überprüfe die Ladegeschwindigkeit deiner Website beispielsweise mit Google PageSpeed Insights oder anhand der Core Web Vitals. So kannst du erkennen, an welchen Stellen Optimierungsbedarf besteht.
In diesem Video (auf Englisch) zeigen wir dir, wie du eine erfolgreiche Landingpage erstellst:
Fazit: Landingpages gezielt optimieren und Conversion-Rate steigern
Eine hohe Conversion-Rate entsteht nicht durch eine einzelne Optimierungsmaßnahme. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus einem überzeugenden Wertversprechen, einer klaren Nutzerführung und einem möglichst reibungslosen Kaufprozess. Deine Landingpage sollte auf einen Blick vermitteln, welchen Nutzen dein Angebot bietet, Vertrauen schaffen und Nutzer:innen ohne unnötige Hürden zur gewünschten Aktion führen.
Berücksichtige dabei auch, woher deine Besucher:innen kommen und wie kaufbereit sie bereits sind. Warm Traffic kann beispielsweise anders konvertieren als neue Besucher:innen aus einer Werbekampagne. Auch Produktpreis, Branche und Zielgruppe beeinflussen, welche Conversion-Rate realistisch ist.
Nutze Daten, um herauszufinden, wo Optimierungspotenzial besteht, und teste Änderungen systematisch. A/B-Tests helfen dir dabei, Annahmen durch tatsächliches Nutzerverhalten zu überprüfen. So kannst du deine Landingpage Schritt für Schritt verbessern, statt dich ausschließlich auf dein Bauchgefühl zu verlassen.
Die beste Landingpage ist deshalb nicht unbedingt die, die einmal perfekt gestaltet wurde, sondern die, die kontinuierlich analysiert, getestet und optimiert wird.




